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VORTEIL MEDIZIN

FRIEREN

Im Gehirn, genauer gesagt im Bereich des sogenannten Hypothalamus, befindet sich das Temperaturzentrum. Es steuert die Wärme- und Kälteregulation sowie das Wärme- und Kälteempfinden. Das Frieren bei Kälte hat eine spezielle Schutzfunktion: Auf diese Weise verhindert der Körper, dass die Körpertemperatur zu stark abfällt. Die Durchblutung konzentriert sich auf die lebenswichtigen Organe wie Herz, Gehirn, Nieren und Verdauungsorgane. Gleichzeitig sinkt die Durchblutung der Körperteile, die am weitesten vom Rumpf entfernt sind, der sogenannten "Akren".


    Dazu gehören z.B. die Finger, Zehen, Nase oder die Ohren. An diesen Stellen friert man bei Kälte zuerst. Typisch beim Frieren sind daher z.B. kalte Hände und kalte Füße. Die Akren sind auch besonders anfällig für Erfrierungen, im Volksmund auch als "Frostbeulen" bezeichnet. Deshalb ist es bei niedrigen Temperaturen unterhalb von 0 Grad Celsius wichtig, Zehen und Finger vor der Kälte zu schützen. Die Blutgefäße in der Haut ziehen sich zusammen, dadurch wird die Haut blass. Die Muskeln zittern. Dieser Vorgang erzeugt Wärme. Die Härchen auf der Haut stellen sich auf, es kommt zur typischen "Gänsehaut".

    EINFLUSS DER TEMPERATUR

    AUF DIE MUSKELLEISTUNG

    I. Die Muskeltemperatur ist sehr variabel und hängt von den eigenen Stoffwechselleistungen, Kleidung und Umgebungsbedingungen ab. Die Temperatur ist ein wichtiger, bestimmender Faktor für die Funktion der Skelettmuskulatur (Bell et al. 2009). Eine Veränderung der Temperatur der Extremitäten Muskulatur wirkt sich maßgeblich auf die Muskelleistung aus. Sie beeinflusst das neuromuskuläre System bei jungen Menschen. Über die Effekte bei älteren Menschen ist noch wenig bekannt.

    II. Bei jungen, gesunden Erwachsenen verstärkt eine Muskelerwärmung die maximale Arbeitsleistung der Muskulatur, eine Abkühlung beeinträchtigt diese (Sargeant 1987, Cheung et al. 2004).

    III. Die Temperatur wirkt sich sowohl auf die kontraktilen Eigenschaften, als auch auf die Membraneigenschaften der Muskelfaser aus.

    Für eine Erhöhung der Schnellkraft bei erhöhter Temperatur werden eine erhöhte Leitgeschwindigkeit der Muskelfasermembran und ein erhöhter ATP-Durchsatz verantwortlich gemacht, welche die Rate an Querbrückenzyklen erhöhen (Gray et al. 2006).


    IV. Des Weiteren wird die gesteigerte Schnellkraft durch eine veränderte Rekrutierung der Muskelfasertypen erklärt. Bei höheren Temperaturen werden eher die schnellen Typ II-Fasern angesprochen, bei niedrigeren Temperaturen die langsameren Typ I-Fasern (Ranatunga et al. 1987).


    V. Ebenfalls wird eine erhöhte Relaxationszeit aufgrund verspäteter Lösung der festen Querbrücken zwischen Aktin und Myosin diskutiert, wodurch eine Abnahme der Schnellkraft erklärt werden könnte.


    LEISTUNGSTEST MIT DEM

    "NOTTINGHAM POWER RIG"

    I. Die Tests mit dem „Nottingham Power Rig“ konnten zeigen, dass die Probanden die Bewegung (Hüft- und Knieextension) ohne Probleme ausführen konnten. Auf diese Weise war eine sichere und verlässliche Messung der Schnellkraftproduktion gewährleistet.


    II. Ein signifikanter Unterschied in der Kraftentwicklung bei der Beinstreckung bei 15° im Vergleich zu 25° war in dieser Probandengruppe nicht zu erkennen. Eine Beeinträchtigung der Schnellkraft, wie in anderen Studien beschrieben (Bergh et al. 1979, Blomstrand et al. 1984, Oksa et al. 1997), konnte daher nicht nachgewiesen werden.




      III. Beim Vergleich der Beeinträchtigung der Schnellkraft aus dieser Studie mit den Ergebnissen aus anderen Studien, muss jedoch auch eingeräumt werden, dass dort vornehmlich dynamische Bewegungen wie Sprinten und Springen untersucht wurden.


      IV. Für diese Bewegungsformen konnte eine eindeutige Leistungseinschränkung bei Senkung der Muskeltemperatur nachgewiesen werden (2-10 % pro 1°C verringerte Muskeltemperatur).

      ERHÖHTE

      VERLETZUNGSGEFAHR


      Fehl- oder Überbelastungen sind stets Auslöser einer Muskelverletzung.
      Doch es gibt darüber hinaus weitere Ursachen und Risikofaktoren,
      die Muskelverletzungen ganz generell auslösen können.

      • kalte Witterung und Auskühlung
      • unpassende Kleidung
      • Fußfehlstellungen
      • falsches oder ungewohntes Schuhwerk
      • Muskelverkürzungen oder Muskelverhärtungen
      • zu kurze Regeneration
      • zu rasche Erhöhung der Trainingsleistung
      • zu rascher Wiedereinstieg ins Training nach vorangegangenen Muskelverletzungen
      • Kochsalz- und Mineralstoffmängel
      • allgemeine Ermüdung